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Physiotherapeuten beendeten Weiterbildung zum Thema „Palliative Care" – Referenten auch von Palliativstation Bad Kötzting

Cham. Fünf intensive, arbeitsreiche Tage lagen hinter den 12 Physiotherapeuten, die der Einladung der Gesundheitsakademie Ostbayern (GAO) nach Cham gefolgt waren und den „Basiskurs Physiotherapie in Palliativ Care - Palliativmedizin und Hospizarbeit -“ absolvierten. In dieser  bayernweit  einmaligen Fortbildung standen in 40 Unterrichtseinheiten  z.B. Behandlungsziele und –techniken, psychische Reaktionsformen, Team- und Stressmanagement oder Zusammenarbeit mit professionell bzw. ehrenamtlich Tätigen im Palliativ-Bereich auf dem Programm.

Der Dozent Peter Nieland aus Bonn, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und Leiter des Arbeitskreises Physiotherapie innerhalb der DGP, übergab am Freitag Nachmittag gemeinsam mit Peter Fleckenstein von der GAO die Teilnahmebescheinigungen. Er freute sich über die sehr engagierte Gruppe und hofft auf die Bildung einer weiteren „Keimzelle“ mit bayernweiter Wirkung für das in Deutschland noch relativ neue Gedankengut der palliativen physiotherapeutischen Versorgung. „Andere Länder wie z.B. England und Schweden sind da schon viel weiter als wir, dort gibt es auch für Physiotherapeuten ein eigenes Fachgebiet Palliativmedizin. Bei uns ist die Entwicklung noch im Gange. Doch auch wir als Physiotherapeuten können konfrontiert werden mit schwierigen Patienten-Fragen wie „Muß ich wirklich bald sterben?’“, so Nieland. Als Verfasser von einschlägiger Literatur und Weiterbildungsordnungen ist er der Meinung, dass solche Fragen nur in Form von palliativ-multiprofessioneller Lehre zu beantworten sind.

In der abschließenden Reflexionsrunde äußerten alle Teilnehmer große Zufriedenheit mit dem Kurs als Ganzem, sowie mit dem Unterricht und der Qualität der Referenten. Die zusätzlich eingeladenen Experten der Palliativstation am Krankenhaus Bad Kötzting, Dr. Tadashi Makabe (Fach Palliativmedizin), Antje Schmidt (Fach Palliativpflege) sowie Kaplan  Josef Hausner (seelsorgerisch-ethische Aspekte) erhielten großes Lob für ihre Ausführungen.

 

Einig waren sich die Physiotherapeuten auch in der außerordentlich positiven Bewertung von Herrn Nieland, dessen fachliche und pädagogisch-menschliche Kompetenz viele Impulse setzte. „Seine Sichtweisen unserer Funktion in der multiprofessionellen Zusammenarbeit haben mich sehr beeindruckt, das habe ich bisher nicht so gesehen“, so eine Physiotherapeutin, die aus  Minden nach Cham gekommen war.  „Für mich waren die konkreten Hilfestellungen für die oft schwierigen Situationen im Umgang mit Schwerst- und Todkranken sehr hilfreich“ meint eine weitere Teilnehmerin und die übrigen pflichten ihr bei, „denn das ist in unserer Ausbildung leider nicht enthalten“. Eine Teilnehmerin aus Heidelberg ergänzt: „Ich gehe heute sehr gestärkt aus dem Kurs. Für mich selbst und für meine Arbeit mit schwer kranken Patienten nehme ich vieles von hier mit.“

 

Peter Fleckenstein von der GAO dankte Nieland für seine Reise in den Bayerischen Wald und versprach, dass sich die GAO weiterhin verstärkt mit Fortbildungen in diesem Bereich engagieren werde. Für das von allen Teilnehmern gewünschte Netzwerk werde die GAO gerne eine Plattform sein. Abschließend dankte Nieland der GAO und den Coreferenten für die vorbildliche Organisation und Durchführung des Kurses. Er freute sich mit den Teilnehmern über die guten und schönen Tage, die man in Cham verbringen durfte und freut sich, im nächsten Jahr wieder in den Bayerischen Wald kommen zu können, da der nächste Kurs für  27.06. bis  01.07.201 2  bereits geplant sei.

Weitere Informationen zu diesem und weiteren Fortbildungsangeboten der GAO finden sich unter www.gesundheitsakademie-ostbayern.de oder tel. unter 09971/8501-46.

Informationen zum Thema Palliativmedizin finden sie unter: www.dgpalliativmedizin.de

 

 

Anlage Foto (GAO): die Absolventen des Basiskurses mit Peter Nieland  (zweiter von links) und Peter Fleckenstein von der GAO ( dritter von rechts)

 

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